Paul Burger

Prof. Dr. Paul Burger


Titularprofessor (Fachbereich Nachhaltigkeitsforschung)

Büro

Bernoullistrasse 14/16
4056 Basel
Schweiz

Stv. Departementsleiter (Fachbereich Nachhaltigkeitsforschung)

Professur

Professur für Nachhaltigkeitsforschung

Paul Burger (geb. 1956) leitet seit 2006 den Fachbereich Nachhaltigkeitsforschung und ist verantwortlich für die sozialwissenschaftliche Lehre im Masterstudiengang Sustainable Development. Er ist Leiter des Upper Rhine Cluster for Sustainability Research sowie des Arbeitspakets zu Behavior Change im Rahmen des Competence Center for Research in Energy, Society and Transition (CREST), dessen Vorstand er angehört. Zuvor leitete er das interfakultäre Lehrprogramm People Society Environment an der Universität Basel und lehrte und forschte an verschiedenen Universitäten (u.a. St. Gallen, Innsbruck, Hamburg, Maribor). Paul Burger hat in Philosophie promoviert (1992) und habilitiert (1997).

Forschungsschwerpunkte

Paul Burger forscht zu den theoretischen Anforderungen und Bedingungen sowie den empirischen Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung nachhaltigkeitsorientierter Transformationsprozesse. In theoretischer Hinsicht gilt sein Interesse der konzeptionellen Klärung, Ausarbeitung und Kritik der normativen (Werte, Prinzipien etc.) sowie der deskriptiven (Mensch-Natur-Beziehungen, gesellschaftliche Systeme etc.) Anteile der Nachhaltigkeitsidee. Derzeitige Projekte richten sich etwa auf die Entwicklung eines Capability-basierten Verständnisses von nachhaltiger Entwicklung und die Klärung des Verhältnisses von (systemischen) Risiken und Nachhaltigkeit.

In seiner empirischen Forschung konzentriert er sich gegenwärtig einerseits auf Fragen des kollektiven Handelns und der Governance nachhaltiger Entwicklung, so etwa im Rahmen eines vom SNF geförderten Forschungsprojekts zum Thema «Sustainabilization of the State», das Formen und Wirkungen nachhaltigkeitsorientierter Governancepraktiken in kantonalen Verwaltungen analysiert. Andererseits arbeitet er intensiv zu den Treibern und Barrieren individueller Verhaltensänderungen in Richtung Nachhaltigkeit, etwa im Kontext des Mercator-Projekts «Suffizienz im Alltag», dem Survey zum Wandel der Energienachfrage in schweizerischen Haushalten (SHEDS) sowie einem Projekt zu Änderungen des Mobilitätsverhaltens (Joint Activity SCCER-CREST & Mobility). Abgesehen von diesen theoretischen und empirischen Schwerpunkten zählen schliesslich epistemologische und methodologische Fragen inter- und transdisziplinärer Forschung zu seinen Interessen.